Restaurierung heißt nicht, das Möbelstück in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, sondern Restaurierung bedeutet in erster Linie Bestandserhaltung.
Die Erhaltung der alten Patina und die Gebrauchsspuren sollten, wenn eben möglich auch respektiert werden. Das heißt zum Beispiel, dass man eine alte, gewachsene Möbeloderfläche nie mit einem Schleifpapier abschleifen sollte, denn hierbei gehen sehr viele ursprüngliche Altersspuren unwiederbringlich verloren.
Das Furnier wird dadurch dünner geschliffen und etwaige Gravuren werden dann bis zur Unkenntlichkeit beseitigt. Auch das von Vielen bevorzugte Ablaugen alter Farbschichten hat mit einer guten Restaurierung wenig zu tun und sollte auf jeden Fall unterlassen werden.
Alte Schellackoberflächen, die lediglich verschmutzt sind, können gereinigt werden. Der alte Schellack wird mittels Handpolitur aufgefrischt, so dass er wieder Tiefenlicht und Glanz bekommt.
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| Schreibtisch, Nußbaummaser furniert, Louis Philipp um 1860. Verschmutzte Oberfläche, mehere Löcher in der Schreibplatte u.ä. | Nach dem Schließen der Furnierlöcher ist die Oberfläche gereinigt worden (nicht geschliffen) und abschließend mit Schellackpolitur im Handpolierverfahren aufpoliert. |
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| Holländische Barockkommode vor der Aufarbeitung | Oberfläche gesäubert und mit Schellack aufpoliert. |
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| Aufgsatzkommode Süddeutschland um 1780, unrestauriert | Fertig restauriert und schellackpoliert. |
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| Barockkommode Braunschweig, Mitte 18. Jahrhundert. Unrestauriert, Beschläge später. | Fertig restauriert, Beschläge ergänzt und schellackpoliert. |